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CAST: COM.UNION (Musea 2007) Neues Album der mexikanischen Progger - Cast aus der nordmexikanischen Stadt Mexicali setzen mit ihrem neuen Album "Com.Union" die bewährte Linie des emotionalen Symphonic Rocks unbeeindruckt fort und weiden sich in schwelgerischen Arrangements. 
Tastenmann Alfonso Vidales sorgt für eine hymnische Melodienvielfalt und treibt mit geschmackvollen Keyboardeinsätzen die pompöse Pracht des gebotenen Songmaterials voran, ohne sich in selbstherrlichen Auswüchsen wiederzufinden. Klassisch geprägte Klaviereinsätze bereichern den elegischen Breitwandsound, der sich von den üblich gewordenen analogen Retrosounds distanziert. Der Band aus dem nördlichen Zipfel Lateinamerikas ist es auch zu Zeiten der Rückbesinnung in Richtung des 70er Jahre Sounds gelungen, an ihrem Grundkonzept des modernen Sympho Sounds festzuhalten, der sich des typischen Neoprog-Allerleis entzieht, ohne dabei den Zauber und die Stilistik der Glanzzeiten der progressiven Rockmusik zu verleugnen. Die beiden Instrumentaltitel "Orogus" und "Al Bello" stehen zu Beginn schon eindeutig für die symphonische Opulenz des typischen Cast-Sounds. Von klassischer Melodik geprägte Tastenläufe umschlingen sich voller Anmut mit wohl akzentuierten Flötentönen und geben einer beherzten Saitenbearbeitung Vorschub. Gitarrist Claudio Cordero streut zuerst fast unbemerkt kraftvolle Heavy Riffs ein, um sich dann aber blitzschnell wieder dem treibenden Schönklang unterzuordnen. Zur stellenweise sogar auftretenden Heavy-Wucht passen die auch mal beherzt auftretenden Synthiefanfaren. "Fantasmas y Demonios" untermauert, dass es eine sehr weise Entscheidung war, sich der spanischen Heimatsprache zu widmen und sich somit zu seiner lateinamerikanischen Identität zu bekennen. Kurzzeitig lässt die Band auch winzige Folkeinschübe in ihren symphonischen Überschwang einfließen, was mit dem Gesamtsound der Band gelungen harmoniert. Der instrumentale Longtrack "Elfonia" markiert in breitflächigem Pomp den Höhepunkt des Albums. Kurzzeitig sind hier sogar zartgliedrig eingestreute Mellotronchor-Samples zu vernehmen. Hier gelingt es den Mexikanern vortrefflich, ihren eigenständigen Symphonic Rock zu zelebrieren und eine orchestral anmutende Eleganz zu erreichen. In "Sensacion Arabe" bedient man sich phasenweise in der gewohnten Opulenz einer leicht orientalen Klangwelt und lässt weiblichen Gesang miteinfließen. Bei aller Produktivität ist Songschreiber Alfonso Vidales als kreativer Kopf wiederum hörbar darum bemüht gewesen, die stilistische Bandbreite des typischen Cast-Sounds zu erweitern. Geschmeidig werden auch in Form von leidenschaftlichen Saxophoneinschüben gewisse Light-Jazz-Tendenzen offenkundig. All diese stilistischen Erweiterungen stehen aber voll und ganz in der Tradition der bewährten Klangwelt der Band. Es würde eigentlich von Ignoranz zeugen, dem Ganzen pauschal das klischeebelastete Mäntelchen des Neoprogs überzustülpen. Warum nennt man die moderne Form der symphonischen Rocktradition in Zukunft denn nicht einfach "Cast-Prog"? (Horst Straske , www.babyblaue-seiten.de) Since the early nineties CAST regularly offers us one album in a year, sometimes more. This mexican band led by Alfonso Vidales (keyboards) and Dino brassea (flute and vocals) seems to have no musical boundaries. “Com.union” is still in a progressive vein, sophisticated, often symphonic, not unlike GENESIS or ELP, but this time there is a sort of Canterbury and jazzy mood here and there, with a lot of wind instruments (sax, clarinet, trumpet...), and with a lot of brilliant acoustic moments. Played with a real technical skill, full of positive vibrations, lively and colourful, Cast’s music has become eclectic and personal. “Com.union” is one of their best albums so far, a “must have”!
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